Was wird unter Craft Biere verstanden?

 

Bei Craft Beer handelt es sich in Deutschland um ein Entwicklung, die erst in den letzten Jahren immer stärker geworden ist.

Dabei findet diese handwerkliche Zubereitung eines Bieres mit ganz außergewöhnlichen und besonderen Aromen auch hierzulande immer mehr Anhänger.

Gerade in den urbanen Lebensbereichen, wie Köln, München, Hamburg oder Berlin, gibt es immer mehr Veranstaltungen, aber auch Bars, die sich zum Teil auf die Thematik „Bier mit Geschmack“ konzentrieren.

Diese Entwicklung hat sich zwischenzeitlich auch auf die Städte, wie Frankfurt, Bremen, Leipzig oder Nürnberg, ausgedehnt.

Dieser Trend mit den hochwertigen Bieren mit außergewöhnlichen und besonderen Zutaten ist von den USA nach Deutschland herüber geschwappt. Die Bezeichnung „Craft“ kann man aus dem Amerikanischen als „handgemacht“ übersetzen.

Die hier angebotenen Biere kann man auch als hochwertige oder kreative Biere beschreiben.

So geben Brauereien, bei denen dann deren Neuschöpfungen aus der Bierzapfanlage kommen, neuartige Namen, wie Sommelier Bier, Kreativbier oder auch Genuss-Bier, um auch hier den Begriff „Craft Beer“ zu vermeiden

Mit dem „Craft Beer“ ist eine Art Gegenbewegung zum industriell herstellen Bier entstanden. In der 1980er Jahren entstand in den USA eine Vielzahl von kreativen Biermanufakturen. Dies war eine Folge auf die davor durchgeführte Gesetzesänderung.

Damals erfolgte eine Veränderung des Gesetzes zum Bierbrauen in Amerika. Dadurch wurden Vorgehensweisen legalisiert, die bisher als illegal eingestuft wurden. Die aus dieser Gegenbewegung entstandenen handwerklich arbeitenden Brauereien firmierten dann als Craft Breweries.

Deren Popularität ist dann in den darauffolgenden Jahren stark angewachsen und auch heute noch werden solche Bier-Arten aus den USA nach Deutschland exportiert. Somit kommen auch aus einer Bierzapfanlage in Deutschland diese amerikanischen „Craft Beer-Angebote, made in USA.

 

Die Definition von Craft Beer in den USA

 

In den USA gibt es hierzu eine einheitliche Definition. Einige der Brauereien aus den 1980er Jahren im Anfangsstadium von Craft Beer, die damals mit sehr geschmacksintensiven Sorten starteten, sind heute Konzerne von internationaler Größe. Sie vertreiben ihre Biersorten weltweit.

Diese Unternehmen verfügen auch über Produktionsstätten sowie Niederlassungen nicht nur in den USA und das Bier wird dann auch in den lokalen Bereichen produziert und die Bierlagerung findet auch lokal statt.

Damit dann durch diese Konzerne auch zukünftig die Biervermarktung und die Bierlagerung unter dem Bezeichnung „Craft Beer“ durchgeführt werden kann, sind in den USA die Grenzen dort sehr großzügig.

Dies hat jedoch für den deutschen Markt relativ wenig Bedeutung. Wie in Deutschland die Gültigkeit des Reinheitsgebotes auf diesen Bereich beschränkt ist, so haben die in den USA geltenden Regelungen für Craft Beer auch hauptsächlich dort Bedeutung.

Die Marke „India Pale Ale" (IPA) ist unter anderem eine sehr bekannte Craft Beer-Marke in den USA. Vom Ursprung her kommt diese Craft Beer-Sorte aus England und sollte in den indischen Kronkolonien eingesetzt werden.

Damit dann dieses Bier für den langen Seefahrten haltbar bleibt, wurde von den Brauern doppelt soviel Hopfen, wie beispielsweise beim Pils, verwendet.

Ebenso hat dieses Craft Beer einige Promille mehr als die normalen Biersorten. Vom Geschmack her ist es besonders stark und zum Teil bitter und es tritt auch im Geschmack das ausgeprägte Hopfenaroma in Erscheinung.

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Wo wird Craft Beer schwerpunktmäßig in Deutschland getrunken?

 

Ein Schwerpunkt, wo verstärkt Craft Beer angeboten wird, ist beispielsweise der Hamburger Stadtteil Sternschanze. Hier gibt es eine größere Anzahl von Restaurants, die food pairings und Biere dazu anbieten.

Als food paring wird die abgestimmte Auswahl von Speisen und Bieren bezeichnet, die sich in den mit dem im Bier vorhandenen Aromen ergänzen. Das kann man hier mit dem für einen Essen passenden Wein vergleichen.

Ein weiterer Schwerpunkt in Hamburg sind Lokale am Eppendorfer Weg in Eimsbüttel. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen mit Craft Beer statt. Dort wird dann eine Carft Beer Verkostung angeboten.

Ebenso wird von neu zu eröffnenden Clubs, Bars oder Tap Rooms, Craft Beers ins Sortiment aufgenommen.

Auch außerhalb dieser Stadtzonen und Ballungszentren gibt es immer mehr Angebote von kreativen Bieren deutschlandweit. Das belegen auch die nachfolgenden Zahlen.

Aktuell gibt es in Deutschland ungefähr 1.400 Brauereien. Das ist eine der höchsten Werte seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990.

Den Hauptanteil für diese Steigerung ist durch den Trend zu den aromastarken und intensiven Craft-Bieren entstanden. Diese Bier-Art kommt hauptsächlich bei kleinen Gasthausbrauereien zum Tragen.

 

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Wie erkennt man ein Craft Beer?

 

Für den Konsumenten ist es nicht ganz einfach festzustellen, ob es sich bei einer Flasche Bier um ein Craft Beer oder um ein industriell hergestelltes Bier handelt.

Immer dort, wo Geld zu verdienen ist, sichern sich auch die Großkonzerne einen Anteil vom Markt.

Das hat man hauptsächlich in den USA festgestellt. Dort haben große internationale Marktführer in der Vergangenheit eine größere Anzahl von kleinen, aber erfolgreichen Craft Beer Brauereien (wie beispielsweise Wicked Weed Breweing- Aufkauf von ABInbey) übernommen.

Auch in Deutschland wird dies zur Praxis. Als Beispiel kann hier die Radeberger Gruppe angeführt werden. Von dieser Großbrauerei wird auch die Marke „Braufactum“ in Zusammenarbeit mit Einzelhandelsunternehmen, wie die Real-Supermarktkette, als Craft Beer Linie vertrieben.

Dadurch soll es möglich sein, Craft Beer eine größeren Breite von Menschen zugänglich zu machen.

Das ist jedoch bei den Konsumenten, die hier lokale und kleine Brauereien die Craft Beer herstellen, unterstützen, ein Problem, weil es sich hieraus eine Problematik bei der Herkunft des Produktes ergibt und deren Craft Beer-Marken wieder von den industriell geprägten Konzernen kommen.

Aus diesem Grund wurde in den USA hier ein Craft Beer-Siegel entwickelt. Dieses Siegel darf nur von solchen Firmen genutzt werden, die Craft Beer zertifiziert sind und wenn dies der Fall ist, darf das Siegel auf den Verpackungsmaterialien und den Flaschen verwendet werden.

Ebenso wird dann das Siegel auch als Werbemittel eingesetzt. Ob sich auch eine solche Entwicklung in Deutschland abzeichnet, bleibt abzuwarten.

 

Wie erfolgt die Konsumierung von Craft Beer?

 

In den Craft Beer-Schwerpunkten in Deutschland gibt es spezielle Bars sowie Restaurants die sich darauf konzentrieren frisches Bier aus Ihrer Bierzapfanlage zu zapfen.

Ebenfalls entstehen in diesen Zentren auch Tap-Rooms sowie Craft Beer Bars. In Craft Beer Store wird ebenfalls die Verkostung von Craft Beer angeboten.

Dabei wird hier überall darauf geachtet, dass das Bier möglichst frisch beim Einkauf ist. Auch kommen hier zum Teil besondere Gläser sowie Pokale zum Einsatz. Dadurch soll die besondere Note dieser Bier-Art in Vordergrund gestellt werden.

Die Läden, die Craft Beer anbieten, zeigen auch in der Regel eine Auswahl von diesen besonderen oder speziellen Gläsern, die zum Test und zur Verkostung von Craft Beer verwendet werden.

Auch werden von Glasherstellern hier für die Craft Beer Fans Sondereditionen angeboten. Mit diesen Spezialgläsern ist man als Konsument eher in der Lage, die Unterschiede von einzelnen Hefen sowie anderer Zutaten einfacher heraus zu schmecken.

Somit helfen diese Spezialglaser, die Gesamtheit des Duftes sowie des Aromas der verschiedenen Craft Beer-Sorten schön heraus zu arbeiten. Die Gläserform kann mit einem Weinglas verglichen werden.

Dort entfalten sich der Geschmack sowie die Aromen wesentlich besser, als die bei einem normalen Bierglas der Fall wäre. Auch leichte Noten von Hopfen oder Malz, die sich schnell verflüchtigen können, werden durch die nach oben etwas verjüngte Form des Glases gut dargestellt.

Dabei gibt es auch Glashersteller, die hier für jede Sorte von Craft Beer ein dazu gehörendes Bierglas anbieten. Auch hier gibt es bei diesen Gläsern Unterschiede im Material und in der Form und zum Teil werden hier die sortentypischen Nuancen der Bierarten besonders stark betont.

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Dabei bleibt hier jedem jedoch selbst überlassen, welches Glas hier verwendet wird. Aber auch bei Einsätzen, wie zum Beispiel bei Grillabenden,

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kann Craft Beer auch aus der Flasche getrunken werden und auch gerade für solche Veranstaltungen wird dieses Bier auch gut schmecken, auch wenn dann das volle Aroma nicht ganz zum Tragen kommt.